Was Sie schon immer über das Ballonfahren wissen wollten?
Häufig gestellte Fragen und ihre Antworten, wenn es um das Ballonfahren geht :
Es ist doch kalt im Ballon, oder?
- Nein, im Ballonkorb ist es nicht kalt, bzw. kälter als am Boden, weil der Ballon immer die gleiche Geschwindigkeit annimmt, wie der Wind. Es herrscht somit Windstille im Korb. Da sich eine Ballonfahrt meist in Höhen zwischen 300-500m über dem Boden abspielt, ist es im Ballonkorb nicht kälter als am Boden, eher wärmer, aufgrund der Hitzeentwicklung durch den Brenner. Im Winter ist es sogar oft wärmer im Ballon, als am Boden, da die kalte Luft sich am am Boden sammelt und die wärmere Luft oben drüber liegt wie ein Deckel. Meteorologisch heißt die Grenzschicht zwischen warmer und kalter Luft „Inversion“. An dieser Grenzschicht zwischen wärmerer und kühlerer Luftmassen kann die Temperatur um bis zu 10°C oder mehr zunehmen und nimmt erst weiter höher wieder ab. Normale Kleidung, wie man sie auch für einen Spaziergang anziehen würde, ist also für die jeweilige Jahreszeit immer richtig, wenn man im Ballon mitfährt.
Warum fahren die Ballone nur morgens und abends?
- Wegen der Thermik tagsüber: Thermik entsteht, wenn, bedingt durch die Sonneneinstrahlung sich der Erdboden erwärmt und somit die darüber liegende Luft ebenfalls. Diese erwärmte Luft steigt dann auf und erzeugt durch das Aufsteigen ein “Nachsaugen” von Luftmassen, was als böiger Wind tagsüber im Sommer jeder schon einmal bemerkt hat.Ebenso kann man früh morgens und vor allem abends häufig beobachten, dass dieser, durch Thermik bedingte, böige Wind nachlässt, bzw. morgens noch nicht vorhanden ist. Es gibt natürlich auch einen Wind verursacht durch unterschiedliche Luftdruckverhältnisse, der aber immer vorhanden ist, unabhängig von der Thermik. Thermik ist gefährlich für das Ballonfahren, da der Ballon dann unkontrollierbar diesen Auf- und Abwinden ausgesetzt ist. Segelflieger hingegen nutzen die Thermik, um sich in die Höhe zu schrauben in den sogenannten „Thermikschläuchen“.
Der Ballonkorb wackelt doch während der Fahrt, oder?
- Nein, der Korb wackelt nicht, wodurch auch, denn wie oben beschrieben ist der Ballon immer so schnell wie der Wind und da der Wind zu den Zeiten, wo die Ballone fahren in der Regel auch keine Böen mehr aufweist, ist die Windgeschwindigkeit konstant und führt zu keinen Turbulenzen. Der einzige Moment, in dem der Korb wackeln kann ist direkt beim Start, wenn der Ballon noch am Boden steht und die große Ballonhülle dem Wind ausgesetzt ist.
Was kostet ein Ballon und wie viel Personen können mitfahren?
- Ein Ballon mit 3000m³ Inhalt kostet komplett mit Korb, Brenner, Gasflaschen, Instrumenten, Ballonhülle und Autoanhänger ungefähr 25.000-30.000 Euro. Der Preis kann aber stark schwanken. Eine sogenannte „Sonderform“ kann schnell 10.000 Euro und mehr zusätzlich kosten. Ballone gibt es in den Größen von 500m³ - 10.000m³ und mehr. Bei den kleinsten Ballonen kann nur eine Person mitfahren und bei den Größten bis zu 16 Personen und mehr. Gängig sind Ballone mit 4-5 Mitfahrern.
Wie lange dauert eine Ballonfahrt?
- Eine „normale“ Ballonfahrt dauert etwa 90 Minuten. Die Dauer ist aber auch davon abhängig, wie groß die mitgenommene Gasmenge ist und wie warm es ist. Als Grundregel kann man sagen, desto wärmer es ist, desto mehr Gas wird verbraucht. Das liegt daran, dass der Temperaturunterschied zwischen der Lufttemperatur und der Temperatur in der Ballonhülle immer etwa 60°C Differenz haben muss, je nach Beladung des Ballones. Wenn also eine Lufttemperatur von 25°C herrscht, muss die Ballonhülle auf fast 100°C aufgeheizt werden, damit der Ballon abhebt. Im Winter bei –5°C sind es hingegen „nur“ 50-60°C. Diese Temperatur in der Ballonhülle zu erreichen bedarf es viel weniger Energie als sie auf 100°C aufzuheizen, und somit ist auch der Gasverbrauch wesentlich niedriger als im Sommer. Das bedeutet, man kann im Winter mit der gleichen Gasmenge länger fahren, als im Sommer. Auch die Landemöglichkeiten beeinflussen die Dauer einer Ballonfahrt. Findet der Pilot nach etwa einer Stunde keine Landemöglichkeit, so muss er weiter fahren, bis etwas Geeignetes in seiner Fahrtrichtung liegt. Somit kann es schnell passieren, dass man 15 Minuten und mehr braucht, um eine Landestelle zu finden. Kurios ist , dass man das Gefühl hat, dass der Ballon immer auf den einzigen hohen Baum weit und breit zusteuert und die schönsten Landemöglichkeiten rechts oder links von der Fahrtrichtung vorbeiziehen. Fragen Sie einen Ballonpiloten, der wird Ihnen das sicher aus eigener Erfahrung bestätigen können!!!
Warum heißt es Ballonfahren und nicht Ballonfliegen?
- Es heißt Ballonfahren, weil 1789, als der erste Heißluftballon vom Boden abhob die Menschen das Fliegen nur von den Vögeln kannten und so sprach man vom Fahren durch das Luftmeer, wie die Schiffe auf den Meeren. Daher kommt wohl auch der Ausdruck Flughafen. Als dann die ersten motorbetriebenen Flugzeuge entwickelt wurden, hat man festgelegt, dass alles, was sich mit dem Prinzip Auftrieb und leichter als Luft am Himmel bewegt „fährt“ und alle anderen Fluggeräte mit und ohne Motoren „fliegen“. Luftschiffe, Ballone und Zeppeline fahren also und Segelflugzeuge, Drachenflieger, Gleitschirmflieger und Flugzeuge fliegen. Und wenn man mal darüber nachdenkt, warum heißt es denn auch Raumfahrt? Auch das liegt nur daran, dass im Weltall Schwerelosigkeit herrscht und daher auch die Raumfähren (nicht Raumflugzeuge) fahren.
Kann man einen Ballon steuern?
- Generell heißt die Antwort auf diese Frage nein, weil der Ballon nur die Richtung des Windes annehmen kann. Da aber fast immer der Wind in den unterschiedlichen Höhen nicht exakt die gleiche Richtung hat, sondern auf der Nordhalbkugel aufgrund von Reibung und der Corioleskraft am Boden fast immer nach links abgelenkt wird. Das bedeutet, dass man den Ballon durch Sinken oder Steigen in die unterschiedlichen Höhen insoweit lenken kann, dass der Pilot die variablen Windrichtungen nutzt. Besonders auf Wettbewerben wird dieses „Steuern“ von den Piloten genutzt, um bestimmte Ziele mit dem Ballon anzufahren .
Aktuelles
Anmeldeformulare
(13:24, 18.12.2011)
für 42. Montgolfiade und Nrw-Meisterschaften 2012
Montgolfiade 2012 mit NRW Meisterschaft
(12:07, 11.12.2011)
2012: 42. Montgolfiade mit NRW Meisterschaft als QLW
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Zwischenstand der Vereinsmeisterschaft 2011
Starthilfe Gasballonstartplatz betoniert
(09:40, 13.11.2011)
Arbeitseinsatz zum Betonieren von vier Fundamenten als Starthilfe für Gasballonstarts
Gasballonfahrt Deutschland-Finnland
(20:55, 24.10.2011)
Gasballon des FSV-Münster in Finnland gelandet!
Leistungsfahrt nach Finnland
(20:14, 23.10.2011)
Heinz-Otto Lausch unterwegs im Gasballon nach Finnland
Europameisterschaften
(10:56, 17.09.2011)
Die 17. Europameisterschaften sind in Lleida /Spanien heute gestartet.

